So wie Erde und Mond wechselwirken, der Mond bewirkt auf der Erde Flut und Ebbe; die Erde zwingt den Mond in eine Kreisbahn um den Planeten, so hat der Körper Einfluss auf den Geist, als auch der Geist auf den Körper.

Zwei Beispiele:
Körper beeinflusst, d.h. triggert Geist: Ein Mensch hat durch einen Unfall ein Bein verloren. Warum auch immer, jetzt plagen ihn auf einmal heftige Phantomschmerzen. Alsbald wird unser Patient mürrisch, leicht reizbar, vielleicht sogar depressiv.
Geist triggert Körper: Erzähle ich in Gegenwart einer Frau, die sehr konservativ, körperfeindlich erzogen worden ist, einen leicht schrägen Witz, so wird sie hochwahrscheinlich mit einem roten Kopf, Mehrdurchblutung der Kopfhaut, reagieren.
Als klassisch ausgebildeter Schulmediziner hatte ich es vom ersten Studientag an bis zum Abschluss meiner Internistenausbildung nur mit dem Körper zu tun: Als Krankheitsursache suchte ich nach Bakterien, Viren oder chemisch – physikalischen Schädigungen, um diese dann mit Stahl, Strahl oder Chemie (Skalpell, Röntgenstrahlen, Medikamenten) zu entfernen.
Nach ein paar wenigen Jahren als internistischer Hausarzt musste ich dann aber wahrhaben, dass meine gute schulmedizinische Ausbildung bei vielen, all zu vielen Erkrankungen, nicht half!

(Der Gerechtigkeit zu Liebe sei aber gesagt, dass die klassische Medizin schon erfolgreich ist, allerdings nur in den Fächern der Chirurgie, Geburtshilfe, Zahnmedizin als auch präventiven Hygiene.)

Durch einen glücklichen Zufall lernte ich 1980 Herrn Prof. Helm Stierlin kennen, der das Konzept der Familientherapie, bzw. FamilienPsychoSomatik von den USA nach Deutschland, Heidelberg gebracht hatte:

  • nicht der Patient ist krank, sondern die Familie, der Arbeitsplatz in der er lebt
  • der Patient ist die „Klingel“ einer gestörten familiären, betrieblichen Kommunikation
  • eine angstbesetzte, dysfunktionale Kommunikation, sei es eines Menschen mit sich selber, sei es der Menschen unter einander, kann genau so zu einer Erkrankung führen, wie Bakterien, Viren, etc.

Zusätzlich, und damit das eben aufgezeigte Modell bestätigend, konnte die Gen Forschung entdecken, dass ein Mensch ein ihn krank machendes Gen in sich haben mag, ob dieses aber angeschaltet wird, dies entscheidet der Kopf, der Geist, die Konzepte des Betreffenden!

Aber, und dies ist die Sensation: Man kann angeschaltete krankmachende Gene auch wieder abschalten: Gesundheit ist die Folge!
Dies gelingt aber nicht mit Tabletten, Globuli oder Tropfen, sondern nur mit einem Umtrainieren von einst anerzogenen, krankmachenden

Denk- und Verhaltensweisen:
Gesundheit in eigener Verantwortung!
Grundsätzlich gehe ich heute davon aus, dass in einem jeden Menschen von Geburt an alle Anlagen zu allen Fähigkeiten für ein erfolgreiches Leben vorhanden sind.
Nur gibt es keine perfekten Elternhäuser.
So kann es passieren, dass diese oder jene Anlage zu wenig oder zu heftig ausgebildet wird. Und schon ist die Möglichkeit gegeben, dass ein nicht optimal ausgebildetes Individuum ein ihm wichtiges Problem nicht lösen kann. Eine anhaltende Anspannung, ein nicht Abschalten Können ist die Folge, was dann wiederum schlechte Gene anzuschalten vermag: Krankheit ist die Folge.

In den folgenden blogs werde ich nun am Beispiel der verschiedensten Krankheitsbilder aufzeigen, wie ein unzweckmäßiger familiärer Umgang miteinander, aber auch wie eine angstbesetzte Kommunikation eines einzelnen Menschen mit sich selber, Krankheiten auszulösen vermag.

Und ich werde darstellen, wie die Betreffenden in Zukunft liebevoller, sei es untereinander, sei es mit sich selber, umzugehen vermögen und dadurch krankmachende Gene abgeschaltet werden.