Schuppenflechte bei Erwachsenen
Schuppenflechte, bzw. Psoriasis
Wie ein Plan B helfen kann.
Ein tierischer bzw. menschlicher Körper kann über die Zeit nur gesund und am Leben bleiben, wenn er kontinuierlich Zeiten von Anspannung und Entspannung im Wechsel erlebt. Ein lebendiger Körper muss schwingen. Es muss „Aufs“ und „Abs“, was die Anspannung anbelangt, geben.
Dies nennen wir Eu-Stress, gleich der gesunde Stress!
Gerät dagegen ein Organismus in eine Daueranspannung, kann die betreffende Person ein Problem nicht lösen und somit nicht abschalten, nicht zur Ruhe kommen, so können nach einer längeren Zeit des Leidens durch diesen Dis-Stress, auf einmal krankmachende Gene angeschaltet werden: Krankheit entsteht!
Vor rund vier Jahren erfreute sich ein Mann in Nordrhein Westfalen seines einhundertelften Geburtstages. Natürlich wurde er gefragt, wie hast Du das denn gemacht, so alt zu werden und dabei Dich noch bester Gesundheit zu erfreuen?!
„Tja“, meinte jener Herr schelmisch lächelnd. „Du darfst im Leben alles tun, nur nicht grübeln! Entweder lös’ das Problem oder vergiss’ es!!“
Ich meine, ein weiser Psychosomatiker, denn er hat die ultimative Lebensregel: „Bis abends sollte man alle Hausaufgaben gelöst haben!“, brav befolgt und wurde so mit einem hohen Alter bei bester Gesundheit belohnt.
Anlässlich eines Kondolenzbesuches als Hausarzt, „gestand“ mir eine alte Bäuerin, ihr Mann war gerade mit 87 Jahren nach kurzer Krankheit verstorben: „Wissen Sie Doktor, wir beide sind wohl deswegen zusammen so alt geworden und kaum von Krankheiten geplagt worden, weil wir uns jeden Abend vor dem Einschlafen die Hand gegeben haben, egal wie viel Streit wir tags über gehabt hatten!“
Gernot, ein erfolgreicher Rechtsanwalt um die 50 Jahre jung, litt unter einer deutlich ausgeprägten Schuppenflechte an der Vorderseite beider Unterschenkel.
„Nicht gerade typische Stellen für eine Psoriasis“, meinte ich erst einmal anteilnehmend, bzw. fragend, ob das denn auch wirklich eine Schuppenflechte sei, denn ich bin ja „nur“ ein Internist.
„Nein, mein Hautarzt ist sich da ganz sicher und außer der ungewöhnlichen Lokalisation passen alle anderen Zeichen dieser meiner Hauterkrankung zum Bild der Psoriasis“, ergänzte Gernot.
„Nun“, so fuhr Gernot fort, „wir alle wissen, das diese Hauterkrankung von der Schulmedizin nicht in der Griff zu bekommen ist. Da soll aber auch was Psychosomatische dran sein. Deswegen bin ich jetzt bei Ihnen!“
Folgendes konnte in wenigen Stunden herausgearbeitet werden: Während seines Jurastudiums hatte Gernot auch noch die Zeit gefunden, die Pilotenscheine für Segelflieger und kleine Propellermaschinen zu machen.
„Fliegen war für mich fast wie das Heroin für einen Junkie!“
„Ich gab dann aber diesen Sport auf , da einmal mein Beruf mich maximal forderte und es gab da auch noch meine Familie, Frau und Kinder!“
„Eine Zeit lang hatte ich dann die Fliegerei wegen all der anderen Engagements, fast völlig vergessen, bis ich vor zwei, drei Jahren durch einen Fersenbericht über Segelfliegen in den Alpen wieder an mein früheres Hobby erinnert wurde. Fast Tag und Nacht überlege ich seit da, wie ich wieder zum Fliegen kommen könnte. Aber weder mein Beruf noch meine Frau würden das wohl erlauben!, denn gerade Segelfliegen erfordert sehr viel Zeit!“
Zur fünften Therapiestunde erschien Gernot freudestrahlend und entspannt mit folgender Nachricht: „Doktor, ich habe das Ei des Kolumbus gefunden: Im nächsten Leben werde ich „Flying Doktor“ in Australien!“
„Jura habe ich nur studiert, weil alle meine Vorfahren Juristen waren! Eigentlich hätte mir Medizin viel mehr gelegen. Na und wenn ich dann im nächsten Leben Arzt bin und dies in Australien, kann ich mich dort bei den Rettungsfliegern anstellen lassen: Mal Medizin betreiben, mal fliegen!“
„Doktor, das klingt sicherlich wohl ein wenig verrückt, aber dieser Plan B, auch wenn erst im nächsten Leben – und daran glaube ich – hat in mir eine totale Entspannung bewirkt, und siehe da, meine schlechten Gene in Richtung Psoriasis konnten abgeschaltet werden! Schauen Sie sich meine Beine an. Kaum mehr was von roten, juckenden Flecken zu sehen!“
In späteren Blogs werde ich noch näher auf die Psychodynamik von „Psoriatikern“ eingehen.

19. Apr 2010 | 22:01 Uhr
Oh, es war bestimmt ein Fernsehbericht und kein Fersenbericht :-)